Kritik „s'Geadele“

 

’s Geadele – ein Jubiläumserfolg

Die Freilichtaufführung am Heisangererhof brachte der Tulfer Dorfbühne zum 20-jährigen Bühnenjubiläum den erhofften Erfolg.
Autor Ekkehard Schönwiese, Spielberater der Tiroler Volksbühnen, hat die Geschichte über den Mord an der frommen Gertraud Angerer neu geschrieben und in ein völlig anderes Licht gerückt. Abweichend von bisherigen Darstellungen in den Stücken von Pfarrer Gottfried Schöpf oder Josef Praxmarer hat Schönwiese vor allem die Figur des Täters Bugazi neu definiert. Er, der den Wald zu seiner Fluchtwelt macht, weil er dem Druck im Beruf und dem Zusammenleben mit Mutter und Frau in einem Haushalt nicht gewachsen ist, weckt in seinem späteren Opfer sogar Mitleid.
Die malerische Kulisse an der Front des Geburtshauses der Gertraud Angerer und 18 ambitionierte Tulfer Laienschauspieler haben mehr als 2.400 Zuschauern ein Theatererlebnis der besonderen Art beschert.
Der Wettergott hat sein Scherflein zum Erfolg beigetragen – keine der 16 Vorstellungen musste abgesagt oder verschoben werden!
Herbert Feichtner (Tulfer Gemeindeblatt, September 2004)

’s Geadele mit ihren Eltern

’s Geadele im Kreis ihrer beiden Schwestern.